Es wird Zeit, nicht nur über den Tellerrand zu schauen, sondern stärker im internationalen Dialog auch voneinander zu lernen. Zu lange war unser Blick auf den Globalen Süden von postkolonialer Überheblichkeit geprägt. Die Vorstellung einer Einbahnstraße war aber schon immer falsch. Ideen und effektive Beiträge für eine nachhaltige und gerechte Entwicklung kommen heute vielfach aus dem Globalen Süden. Ob bei Nahrungsalternativen oder Maßnahmen der Klimaanpassung, wir werden zunehmend der lernende Part – oder sollten es zumindest sein. Probleme wie Armut, Katastrophen und globale Ungleichheiten dürfen dadurch nicht ausgeblendet werden. Lösungskompetenzen sollten partizipativ entwickelt werden.
Wir sehen, der Globale Süden ist von größer Vielfalt, ein Mosaik unterschiedlichster Situationen und Erfahrungen. So bedeutet auch unser Lernen keine pauschale Übernahme, gar romantische Verklärung anderer Lebenswelten, vielmehr geht es um positive Erfahrungen im Globalen Süden. Unsere Veranstaltungsreihe möchte dazu einen Beitrag leisten. Digitale Möglichkeiten eröffnen neue Chancen über Kontinentgrenzen hinweg. Aus dem Dialog sollten politisch, strukturell und persönlich Konsequenzen gezogen werden.
In Münster arbeiten viele Eine-Welt-Gruppen, Partnerschaftsvereine, Menschenrechtsgruppen, inter- und transkulturelle Initiativen, die sich über Mitarbeit freuen. Diese Arbeit ist heute wichtiger denn je.
Programminfos unter: Stadt Münster: Vom globalen Süden lernen – Entwicklungspolitische Veranstaltungsreihe Münster – Startseite (stadt-muenster.de)

