Sehnsucht nach Freiheit – Texte aus dem Sudan

Sehnsucht nach Freiheit – Texte aus dem Sudan

Die Schriftstellerin Dr. Ishraga Mustafa Hamid initiierte 2021 das Malkat Ed-Dar-Literaturstipendium. Unter dem Motto „Schreiben für soziale Veränderung“ entstanden in den Jahren 2021 und 2022 Texte in arabischer Sprache. Themen sind die sudanesische Revolution von 2019, Widerstand gegen das Militärregime, Erfahrungen von Gewalt und Missbrauch, Gleichberechtigung und Umweltprobleme. Die Texte wurden in einer Anthologie im Sudan veröffentlicht. Für die Tonaufnahmen in deutscher Sprache wählten Dr. Ishraga Mustafa Hamid und der Literaturwissenschaftler Omer Othman sieben Texte aus. Sarah Giese las sie ein.

Diese Texte sind Versuche, Worte für – auch schreckliche und schockierende – Erfahrungen zu finden, Hoffnung ist selten enthalten. Sie sind eine Art Bestandsaufnahme, der Weg zur Veränderung scheint noch weit. Aber jede Veränderung beginnt mit dem ersten Schritt, beginnt mit dem Erkennen und Beschreiben von Zuständen, die „anders“, „besser“ werden sollen. So verbinden die Herausgeber*innen mit der Veröffentlichung dieser Texte die Hoffnung, dass dem ersten Schritt weitere folgen. Wir hoffen auch, dass die Menschen im Sudan, die so mutig für Freiheit, Demokratie und ein selbstbestimmtes Leben kämpfen, mehr Solidarität und Unterstützung aus Deutschland bekommen.

Der Verein “Afrikanische Perspektiven e.V.” begleitete und unterstützte das Projekt unter dem Titel „Brot und Rosen“ in den Jahren 2021/2022. Das Kulturamt und der Beirat für kommunale Entwicklungszusammenarbeit der Stadt Münster förderten die Übersetzung und die Tonaufnahme.

LINKS ZU DEN TONAUFNAHMEN

Deezer

https://www.deezer.com/de/show/1000776552

Spotify
https://open.spotify.com/show/5G78WuVz7XydMslggQeL0B?si=6b5b946b954d496e

Podigee

https://sehnsucht-nach-freiheit.podigee.io/

Audible

https://www.audible.de/podcast/Sehnsucht-nach-Freiheit-Texte-aus-dem-Sudan/B0CY95PNDB?qid=1713281578&sr=1-1&ref_pageloadid=not_applicable&ref=a_search_c3_lProduct_1_1&pf_rd_p=e54013e2-074a-460e-861f-7feac676b789&pf_rd_r=Q6K15WP4JBGAQJCCZXR7&pageLoadId=mU9JJ1LwqTjgIArL&creativeId=41e85e98-10b8-40e2-907d-6b663f04a42d

 

Biografische Angaben der Autor*innen:
Ishraga Mustafa Hamid, geboren 1961 in Kosti in der Region Weißer Nil, verließ
1989 aus politischen Gründen den Sudan, studierte in Wien Publizistik und
Politikwissenschaft, promovierte 2006, arbeitet als Schriftstellerin, engagiert sich für
Migrant*innen und ist Beauftragte für arabische Literatur im Österreichischen PEN,
2020 erhielt sie das goldene Verdienstzeichen des Landes Wien.

Tanzil Abu al-Qassim Umar, geboren 2001 in Kosti in der Region Weißer Nil,
studiert Medizinische Laborwissenschaft.

Hassanat Adam Omar Muhammed, geboren 1997 in Dawra in der Region Darfur,
studiert Lebensmitteltechnologie.

Sakina Siraj Uthman Hussain, geboren 1992 in Portsudan in der Region Ostsudan
geboren, studierte Computertechnologie und arbeitet in dieser Branche.

Asa’d Abd al-Wali Ahmed, geboren 2002 in ad-Demazin in der Region Blauer Nil,
studiert Medizin.

Ghada Yassir Abbas, geboren 2003 in Kosti, in der Region Weißer Nil, studiert
Medizin.

Kalthoum Fadlalla, geboren 1970 in Südkordofan in den Nuba-Bergen, lebt heute in
Khartum. Der Text ist ihrem autobiografischen Buch „Biografie der Liebe“
entnommen.

Hana’a Muhammed Abd al–Rahman, geboren 2005 in Kosti in der Region Weißer
Nil geboren, Schülerin.